Archiv für die Kategorie „Aufruf“

„Die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) hält die Hartz-IV-Regelsätze laut einer Umfrage des Magazins „Stern” für zu niedrig. Ca. 30 Prozent halten sie für angemessen und nur 4 Prozent glauben, der Satz sei zu hoch.“ (Zitat Bild Online vom 04.02.2010)

Ist die Umfrage repräsentativ? Wir wissen es nicht. Eines ist aber sicher: Einen Trend kann man ablesen. Die Rückschlüsse auf die immer weitere Verarmung von ganzen Bevölkerungsteilen werden so unterschiedlich bewertet, wie der gesellschaftliche Status der Bewerter ist. Liegt es tatsächlich an den Hartz-IV-Sätzen, dass die Menschen sich unwohl fühlen? Oft psychisch erkranken, weil sie die Sicherheit auf das Morgen verloren haben? Oder liegt es eher daran, dass der politische Entscheider nichts gegen das Lohndumping in unserem Land unternimmt? Im Gegenteil, noch mit Aufstockungsbeträgen für die Niedriglohnempfänger die deutsche Wirtschaft zusätzlich subventioniert?

Wir hoffen, es regnet bald Hirn in Berlin, dass man endlich erkennt, dass die Summe der derzeitigen Entscheidungen wirklich dem Volk zu Gute kommen muss und nicht der starken Lobby der Industrie. Nicht der vermeintlich negativ besetzte Name oder die Veränderung der Bezeichnung “Hartz IV”, liebe Frau von der Leyen, wird eine Verbesserung der Lage herbeiführen, sondern nur eine verantwortungsvolle Politik für das deutsche Volk. So wie Sie das bei Ihrer Vereidigung auch geschworen haben!

Zusammengefasst, sehr geehrte Frau Ministerin, so wenig wie das Einführen von Vorhängen (Stoppschildern) im Internet nicht ein einziges Kind vor Missbrauch schützt, genausowenig wird auch das Einführen eines anderen Namens für diese Unrechtspolitik Hartz IV keines der derzeit ca. 2.500.000 von Armut betroffenen Kindern in Deutschland helfen.

Strassenkinder

Strassenkinder

Werden Sie munter, hören Sie auf die Menschen, trennen Sie sich von Fraktionszwängen, lernen Sie, sich in die Lage der betroffenen Millionen von Menschen hineinzuversetzen. Gelingt Ihnen das nicht gleich, dann schrauben Sie doch in Ihrem Haus einfach ein paar Türen zu, reduzieren die Wohnfläche auf Hartz-IV-Niveau, sperren ein halbes Jahr einfach mal alle ihre Konten bis auf die Hartz–Regelsätze und das Kindergeld und versuchen so sechs Monate zu leben. Das Gefühl eines solchen Lebens sollten alle gewählten Politiker einmal im Jahr empfinden, damit ihnen die Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst wird. Illusion? Sehr geehrter Ministerpräsident, Herr Roland Koch, Sie sind den Weg mit Sicherheit auch noch nie gegangen! Haben Sie die Vorschläge des Herrn Sarrazin, am Abend statt eines netten Raclettes mit trockenem roten Wein einmal trockene Spaghetti zu knabbern, umgesetzt? Dazu ein schönes Glas frisch-gezapftes flurversetztes Leitungswasser zu trinken, aus dem Fenster Ihrer unterkühlten Wohnung mit einer Decke um die Schulter dem lustigen Treiben des engen Stadtverkehrs zuzuschauen?

Wir sind enttäuscht, dass wir im Fernsehen verfolgen müssen, wie zum Beispiel bei „Helfer mit Herz“ mit Vera Int-Veen notleidenden Familien aus Werbeeinnahmen ein halbwegs ordentliches Zuhause unter Mithilfe von Nachbarn eingerichtet werden muss, während uns die GEZ-finanzierten Sender (2,3 Milliarden Pflichteinnahmen) uns mit ihrem Programm langweilen. Danke Herr Marcel Reich-Ranicki für die Ablehnung des Medienpreises bei der ZDF-Gala!

Wir fordern ein Umdenken! Übernahme der Verantwortung für die Menschen, die sich mangels Arbeitsplatzangeboten und fehlender Lobby selbst nicht mehr helfen können!
Einstellen der Subventionen von AKWs zum Beispiel (sind ja nun verlängert worden), die Kosten für die Sicherung der Atommülllager (Umlagerung Asse) auf die Verursacher umzulegen, und Verwenden der gewonnen Mittel, um das Erfrieren von Obdachlosen in unserem reichen Deutschland zu unterbinden!

Wir fordern eine echte soziale Verantwortung statt Alibidiskussionen ohne erreichbare Ergebnisse im Bundestag!

Wir wünschten uns, dass die derzeit mögliche Demokratie endlich auch durch die verantwortlichen Mitglieder des Deutschen Bundestages umgesetzt wird.

Wir fordern, dass sie tatsächlich nach ihrem Gewissen entscheiden und nicht nach ihrem Parteibuch und ihrer Fraktion. Denn ein solches Gewissen, wie es die Entscheidungen gerade abbilden, können wir uns bei keinem Politiker vorstellen. (am)

Heute, am 28. Januar, wird zum vierten Mal der Europäische Datenschutztag begangen. Hiermit will der Europarat das Bewusstsein für den Datenschutz bei den Bürgern erhöhen. Der Datenschutztag findet jährlich am 28. Januar statt, weil an diesem Datum die Unterzeichnung der Europaratskonvention 108 vorgenommen wurde. Mit ihr verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten, für die Achtung der Rechte und Grundfreiheiten insbesondere des Persönlichkeitsbereichs bei der automatisierten Datenverarbeitung zu sorgen.

holt raus aus den Daten was drin ist...
Datenmüll

Die Piraten im Landesverband Brandenburg sind der Meinung, dass es jetzt unbedingt nötig wird, die Bürgerinnen und Bürger für die Datensammelleidenschaft der Behörden, Ämter, Institutionen und der Industrie zu sensibilisieren.
Da bekanntermaßen die persönlichen Daten der Bürger weder bei Unternehmen und Banken oder Krankenkassen, noch bei den Behörden und Ämtern sicher sind und/oder je total sicher sein werden. Immer steht der Faktor Mensch mit allen seinen Schwächen zwischen den Daten und der Datenbank. Also sind doch nicht die Menge und Vollständigkeit der gesammelten Daten über ganze Bevölkerungsschichten, vielleicht noch europaweit, notwendig.
(Kurze Beispiele: Daten aus Vorratsdatenspeicherung und Mauthbrückendaten (Bewegungsprofil), oder der DNS, den biometrischen Daten aus der Videoüberwachung, den Fingerabdrücken, Gesundheitsdaten (Gesundheitskarte) und Lohndaten (ELENA), den Daten bei den Meldebehörden, der GEZ, Flensburg, den Daten bei den Strafverfolgungs- und Ordnungsbehörden, den Polizeidienststellen, den Reisedaten (Reisedatenaustausch), Bankdaten, Finanzamtsdaten (Personenkennziffer), Versicherungsunternehmen und Telekommunikationsdaten, Internet Service Provider (ISP)…)

Für absolut gefährlich halten die Piraten das Verknüpfen solcher Datenbanken (Forschungsprojekt INDECT) in der Zukunft. Die Brandenburger Piraten erheben ihre Stimme gegen die fortschreitende sorglose globale und nationale Erhebung von Informationen über die persönlichen Daten aller Bürgerinnen und Bürger, deren immer weitere Registrierung, Katalogisierung und Überwachung. Die Menschen haben ein Recht auf ihre Grundfreiheiten und ihre Persönlichkeit. Sie müssen das Recht haben, über die Sammlung und Weitergabe ihrer zur Verfügung gestellten Daten selbst zu bestimmen und auch zu widersprechen. Sie müssen über die Informationen, die über sie gespeichert werden, von all diesen Stellen automatisch in Kenntnis gesetzt werden und darüber, wie die Daten weiterverwendet und an welche Stellen sie weitergegeben werden.

Hier schlägt der Chaos Computer Club den Datenbrief vor. Konzept des Briefes. Diesen Vorstoß können wir nur unterstützen. Wir regen an, dass die verantwortlichen Stellen diese Idee in die bestehende Gesetzeslage einbeziehen. Darüber hinaus aus einem zu findenden Gremium von Betroffenen, eine Revision der Datenverwendung und ihrer Sicherheit einzusetzen und zu unterstützen.

 - Auftaktveranstaltung “Wir sind Frankfurt” am 21.01.2010 -Piratenpartei Landesverband Brandenburg

Am 14. März wird in Frankfurt/Oder ein neuer Oberbürgermeister gewählt.Die Piratenpartei Brandenburg unterstützt die Kandidatur des 29-jährigen Medienpädagogen Martin Hampel. Hampel ist seit 2007 Leiter des Jugendinformations- und Medienzentrums in Frankfurt. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen Transparenz und Bürgerbeteiligung, Bildung, Stadtumbau und soziales Engagement (nähere Infos auf seiner Homepage www.frankfurt-oder-live.de).

Um sich und seine politischen Ziele vorzustellen, lädt Hampel interessierte Bürger und Pressevertreter zu einem Wahl-Startup “Wir sind Frankfurt” ein. Als humorige Einleitung der Veranstaltung wird er erklären, warum Computer spielen intelligent macht.

Datum: 21. Januar 2010
Uhrzeit: 20 Uhr
Ort: “Gewölbe” (Mehrgenerationenhaus)
Franz-Mehring-Straße 20
15230 Frankfurt (Oder)

Damit Hampel offiziell als Kandidat zugelassen wird, müssen bis zum 14. Februar 92 Frankfurter Bürger eine Unterstützerunterschrift im Bürgeramt der Stadt für ihn abgeben. Die Piratenpartei empfiehlt, den Gang zum Bürgeramt gleich dafür zu nutzen, einer Weitergabe der eigenen Meldedaten an Dritte zu widersprechen (gem. § 8 Nr. 5 BbgMeldeG).

OFFENER BRIEF AN DIE KREISTAGS – ABGEORDNETEN VON TELTOW-FLÄMING

DER LANDRAT IN TELTOW-FLÄMING

SOLL DURCH DIE BÜRGER GEWÄHLT WERDEN !

Hiermit appellieren wir, die Mitglieder der Brandenburger Piratenpartei, an die Kreistagsabgeordneten des Kreises Teltow-Fläming, den Landrat direkt durch die Bevölkerung wählen zu lassen, wie es in der neuen Brandenburger Kommunalverfassung vorgesehen ist, die am 01.01.2010 in Kraft tritt.

Wir fordern Sie auf, dem Antrag der Kreistagsfraktion der CDU zur Wahl des Landrates (Nr. 4-0417/09-KT) zuzustimmen.

Die öffentliche Willensbildung und der Aufbau einer starken Zivilgesellschaft ist für die Piratenpartei ein zentrales Anliegen.

Die Ausdehnung des Demokratieprinzips auf alle gesellschaftlichen Bereiche steht für uns im Mittelpunkt. Wir wollen nicht beim Ist-Zustand stehen bleiben, sondern Demokratie weiterentwickeln – zu einer vielfältigen Gesellschaft mit direkten Beteiligungsmöglichkeiten.

Dazu gehört für uns auch die erweiterte Möglichkeit der Bürger und Bürgerinnen des Kreises, den Landrat, der als politisches Oberhaupt und Verwaltungschef des Kreises eine herausragende Stellung bekleidet, direkt zu wählen.

Das erfolgreiche Bürgerbegehren für die Direktwahl des Landrats in der Uckermark, welches von der Piratenpartei aktiv unterstützt wurde, hat gezeigt, dass die Bürger großes Interesse daran haben, sich auch auf  Kreisebene in die Politik einzubringen.

Mit einer indirekten Wahl durch die Kreistagsabgeordneten wird ihnen diese Möglichkeit in Teltow-Fläming für die nächsten acht Jahre vorenthalten, obwohl die neue Kommunalverfassung in wenigen Tagen in Kraft tritt.

Wie aufmerksame Bürger und auch die regionale Presse anmerkten, gingen dieser geplanten Wiederwahl des Landrates lange Verhandlungen um Bündnisse und Posten zwischen den Fraktionen voraus.

Heute soll die Wahl mit Hilfe der Parteien erfolgen, die sich im Kreistagswahlkampf für die Direktwahl stark gemacht haben: wie die Grünen, die FDP oder die LINKEN, die im Kreis Uckermark das dortige Bürgerbegehren für die Direktwahl aktiv unterstützten.

Für die Wiederwahl des Herrn Giesecke wurden sie nun in ein großes „kooperatives Bündnis“ des Landrates einbezogen.

Ob dies die Wähler und Wählerinnen dieser Parteien 2008 gewollt haben?

Wenn wir so einen guten Landrat haben, braucht er sich vor dem Wählervotum nicht zu fürchten.

Wir fordern Sie auf, der neuen Kommunalverfassung Respekt zu zollen, anderen Brandenburger Kreisen zu folgen und den Landrat direkt wählen zu lassen. Dazu haben Sie bei der heutigen Kreistagssitzung die Möglichkeit.

Für die Piratenpartei -der Vorstand- Landesverband Brandenburg

Die Piratenpartei Brandenburg unterstützt das Bürgerbegehren in der Uckermark zur Direktwahl des nächsten Landrats. Bis zum 27. November müssen noch ca. 4.500 von 11.150 benötigten Unterschriften gesammelt werden, damit das Bürgerbegehren Erfolg hat. Die Piratenpartei ruft ihre Uckermärkischen Mitglieder und Sympathisanten auf, für das Bürgerbegehren zu unterschreiben. Auf der Webseite des Bürgerbegehrens können die Unterschriftenlisten heruntergeladen werden. Ein erstes Team von Piraten aus Barnim, Oberhavel und Potsdam wird am 21. November Unterschriften in der Uckermark sammeln.

Hintergrund: In Folge einer Änderung der Kommunalverfassung im Dezember 2007 werden die Landräte im Land Brandenburg ab Januar 2010 direkt von der Bevölkerung gewählt. Der Kreistag der Uckermark verabschiedete im April den Beschluss, den nächsten Landrat direkt wählen zu lassen. Anfang Oktober wurde dieser Beschluss auf Antrag der FDP jedoch wieder gekippt. Daraufhin gründete sich das Bürgerbegehren für die Direktwahl des Landrats.

In den Landkreisen Barnim, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster wird der Landrat am 10. Januar 2010 direkt gewählt. Die Kreistage im Havelland und Oder-Spree zogen ihre Landratswahlen extra vor, um die Direktwahl ihrer Landräte 2010 zu verhindern.