Piratenpartei

AG „Umwelt und Energie“ nimmt Arbeit auf

Auf ihrem ersten Arbeitstreffen am 17.11. in Strausberg hat die Arbeitsgemeinschaft „Umwelt und Energie“ die Grundlagen für ihre zukünftige inhaltliche Arbeit gelegt. Dabei ging es unter anderem um die unterirdische Speicherung von CO2 zur Verminderung des Treibhauseffektes, den Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle und anderer limitierter Energieträger sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Umwelt-Piraten sprechen sich gegen die CO2-Abscheidung und -Speicherung (engl. Carbon Dioxide Capture and Storage, kurz CCS) aus. Das Verfahren sei, so die Begründung, ineffizient, extrem kostenintensiv und für Mensch und Natur gefährlich. So könnte der enorme Druck in den unterirdischen Lagerstätten beispielsweise geologische Ereignisse wie Erdbeben auslösen. Ferner müssten durch den zusätzlichen Energieverbrauch dieses Verfahrens bis zu 66 Prozent mehr Brennstoff eingesetzt werden. Weiterhin wurde kritisiert, dass die Betreiber die Ewigkeitskosten, d.h. die Folgekosten nach Beendigung des Projekts, nach 30 Jahren dem Bund und damit dem Steuerzahler überlassen.

Die Piraten fordern einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle und anderen limitierter Energieträgern. Alternativen bieten erneuerbare Energien. So könnte man an geeigneten Orten, zum Beispiel in Güterfelde/Stahnsdorf, Solaranlagen errichten. Die Umwelt-Piraten sprechen sich auch für mehr Investitionen in Forschung und Technik von Windkraftanlagen aus, um deren Effizienz weiter zu steigern.

Diskutiert wurde auch über das Modell der Gemeinde Güssing im Österreichischen Burgenland. Die Gemeinde entwickelte seit Beginn der 1990er Jahre ein Energiekonzept zur unabhängigen und nachhaltigen Energiegewinnung, für das sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Das Modell zeigt, dass es möglich ist, ganze Regionen mit erneuerbaren Energien energieautark zu machen. Güssing setzt dabei auf die Vergasung von Holz und anderer Biomasse. Nach diesem Vorbild könnten im Land Brandenburg großnetzunabhängige Biokraftwerke unter kommunaler Verwaltung entstehen, die durch die Nutzung erneuerbarer Energien umweltschonend, nachhaltig und unter demokratischer Beteiligung der kommunalen Bevölkerung betrieben werden.

Die Piraten legen großen Wert darauf, dass Arbeitsplätze durch den Ausbau erneuerbarer Energien geschaffen werden und Stromerzeugung zukünftig nachhaltig und umweltverträglich stattfindet. Zu guter Letzt wurde beschlossen, dass sich der brandenburgische Landesverband auf Bundesebene für den Atomausstieg stark machen sollte.

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  2. Kleine Korrektur. Die sogenannten Ewigkeitskosten werden nicht 30 Jahre nach Ende des Projektes auf den Bund uebertragen sondern 30 Jahre nach Beginn der Anlage. Zudem rechnet man das man 20 Jahre braucht um die noetige Infrastruktur zu schaffen.

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