Piratenpartei Stadtverband Potsdam

Piratenpartei Potsdam veranstaltet „Oberbürgermeister-Casting“ am Samstag, den 17. Juli

Am kommenden Samstag, den 17. Juli veranstaltet der Stadtverband Potsdam der Piratenpartei ein Casting der besonderen Art: In einer Podiumsdiskussion stellen sich vier Kandidaten vor, die von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt für das Amt des Oberbürgermeisters nominiert worden sind. Dazu hatten die Potsdamer Piraten im Mai 10.000 Flyer in der Landeshauptstadt verteilt [1], auf denen die Bürger ihren Wunsch-Kandidaten sowie gewünschte Eigenschaften, Qualifikationen und prioritäre Themenbereiche benennen konnten [2]. Von den 16 vorgeschlagenen Kandidaten lehnten sieben eine Kandidatur ab, zwei erfüllten die Voraussetzungen gem. 65 II Nr. 2 BbgKWahlG [3] nicht, ein Kandidat konnte nicht erreicht werden und zwei meldeten sich nicht zurück. Vier Vorgeschlagene erklärten sich bereit, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen:

Marie Luise von Halem, die OB-Kandidatin der Grünen [4], die sich aus Urlaubsgründen allerdings vom Kreisverbandsvorsitzenden Jens Dörschel vertreten lassen wird. Lutz Boede, der der Fraktion Die Andere angehört und vor kurzem für einen kleinen Eklat in der Stadtverordnetenversammlung sorgte [5]. Marek Thutewohl, der Kreisverbandsvorsitzende der Piratenpartei Potsdam [6]. Und Benjamin Bauer, der als offizieller OB-Kandidat für die Wählergemeinschaft Die Andere ins Rennen geht [7].

„Dass sich mehr oder weniger doch nur Politiker für die Diskussion und die Kandidatur bereiterklärt haben, ist natürlich etwas schade“, so ein Vorstandsmitglied des Stadtverbands Potsdam. „Aber wir hoffen darauf, dass die Bürger das Angebot nutzen werden, sich von den möglichen und tatsächlichen Kandidaten ein eigenes, vergleichendes Bild zu machen.“

Update: Gestern erhielt die Piratenpartei Nachricht von dem parteilosen Potsdamer Christian Schönauer (Blog), der ebenfalls für die Oberbürgermeisterwahl kandidieren möchte. Er wird nunmehr ebenfalls an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Bei der Podiumsdiskussion werden die Kandidaten sich und ihre Vorstellungen für die zukünftige Agenda der Stadt dem Publikum vorstellen und die Fragen der Bürger beantworten. Alle Interessierten sind außerdem dazu eingeladen, ihre Fragen an die Kandidaten unter kontakt@piraten-potsdam.de vorab einzureichen. Die Antworten werden auf der Aktionsseite www.potsdam-nominiert.de dokumentiert. Die Podiumsdiskussion findet statt am:

Podiumsdiskussion „Oberbürgermeister-Casting“
Samstag, 17. Juli 2010
ab 16 Uhr
Haus der Begegnung [8], Zum Teufelssee 30, 14478 Potsdam (barrierefrei)

Im Anschluss an die Diskussion können die Bürgerinnen und Bürger ein Votum abgeben, welcher der Kandidaten ihnen am besten gefallen hat. In einer Mitgliederversammlung müssen die Piraten den Kandidaten zeitnah zusätzlich formal bestätigen. Für den Sieger des „Castings“ werden die Piraten dann (nach Bedarf) die erforderlichen Unterstützerunterschriften sammeln und den Wahlkampf organisieren. Die Oberbürgermeisterwahl in Potsdam findet am 19. September statt.

  1. Pingback: Potsdam - Blog - 13 Jul 2010

  2. Das sich die Bürgermeisterkandidaten mit irgendwelchen Internetanarchisten die das Urheberrecht abschaffen wollen einlassen wird halte ich für sehr fragwürdig !

  3. Lieber CDU-Bürger,

    das könnte daran liegen, dass die Kandidaten der entsprechenden Parteien sich bereits ernsthaft mit der Piratenpartei beschäftigt haben. Und daher wissen, dass es sich bei den Piraten mitnichten um Internetanarchisten handelt, die das Urheberrecht abschaffen wollen.

    Aber diese Erkenntnis kommt schon noch irgendwann bei der CDU an. Analysen wie diese der Konrad-Adenauer-Stiftung (www.kas.de/wf/doc/kas_190-1442-1-30.pdf) oder die Einrichtung der Internet-Enquete im Bundestag deuten zumindest darauf hin.

    Beste Grüße
    Susanne

  4. Ich war so frei diese Veranstaltung in die Facebook Gruppe Potsdam (2.610 Personen) und auf PotsdamNews.de einzutrage.

    http://www.potsdamnews.de/Kalender-op-view-eid-2472.html

    Hab ne Mail an den Admin geschickt, weil der Ort in der Datenbank nicht auswählbar war. Wird wohl in Kürze geupdatet.

    Bis Samstag :o)

  5. Ich bedanke mich für die Einladung, mich bei der Piratenpartei vorstellen zu können. Aus einem einfachen Grund werde ich bei dem “Oberbürgermeister-Casting” nicht teilnehmen. Ich wurde bereits von der Partei DIE LINKE.Potsdam zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl nominiert. Unabhängig davon verfolge ich die Veröffentlichung der Piratenpartei mit großem Interesse und sehe Übereinstimmungen mit der Partei DIE LINKE.

    So ist das Recht auf Information und Kommunikation für uns kein Luxus, sondern Voraussetzung für lebendige Demokratie. In der digitalen Welt gilt es, den offenen Zugang zu Informationen zu verteidigen. Offene und freie Systeme wie das Internet, Open Source und Freie Software können als Plattformen genutzt werden, um sich frei selbst zu organisieren. Filtermaßnahmen im Internet betrachten wir grundsätzlich als Zensurmaßnahmen und lehnen diese ab. Sie beeinträchtigen unzulässig das Recht auf freien Informationszugang und freie Meinungsäußerung. Unser Ziel ist es, die offene Technologie des Netzes zu bewahren und so sein Innovations- und Entwicklungspotential zu fördern.

  6. an den CDU-Bürger bzgl. „INTERNETANARCHISTEN“: bei allem Respekt, den ich zuerst einmal jedem zolle, haben Sie anscheinend keinen blassen Schimmer, was SIE da schreiben. Es ist, gerade in Deutschland immer wieder toll, mit wie viel Fremdwörtern als Schlagworten herumgeworfen wird, ohne das der- oder diejenige weiß was das bedeutet. Anarchismus (abgeleitet aus dem Griechischen: ἀναρχία = Herrschaftslosigkeit —-> Anarchismus ist eine politische Philosophie, die grundsätzlich alles in Frage stellt und fortwährend danach strebt, Strukturen aufzudecken, aus denen Herrschaft hervor geht), hat also mit irgendwelchen „spinnerten Typen“ gar nichts zu tun. Aber, sie sind ja CDU-Bürger mit den Merkmalen „christlich“/ „demokratisch“/ „Union“. Ehe sie Herr Potsdamer CDU-Bürger Fremdwörter benutzen, lesen Sie bitte erst einmal nach, was diese auch tatsächlich bedeuten. Übrigens: Eine „UNION“ mögen SIE sein, aber „christlich“ sind SIE schon lange nicht mehr (WO?) und demokratisch nur dort, wo`s mal „reinpasst“. – Da könnten, bzw. sollten Sie sich mal ein Scheibchen auch von der Piratenpartei abschneiden. Ich war deswegen z.B. bei der Podiumsdiskussion der Piratenpartei dabei, weil man generell als nicht parteigebundener wenig Chancen der öffentlichen Darstellung hat. Schon gar nicht in „Ihrem“ Laden, den ich früher oft gewählt habe, da oute ich mich gerne. Jedoch als parteigebundene „Honigschleckbiene“ wollte und werde ich jedenfalls nicht enden.

  7. Pingback: Neues aus den Landesverbänden, KW 27 & 28 | Flaschenpost

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