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Brandenburger Piraten haben in Potsdam ihr bildungspolitisches Programm weiter ausgebaut

Gemeinsames Ziel vieler Anträge war die Stärkung des einzelnen Kindes im Bildungsprozeß.

Kita und Schule sollen mehr Freiräume erhalten, um sich besser auf die konkreten Bedürfnisse vor Ort einstellen zu können und auch ihrerseits dem einzelnen Kind mehr Möglichkeiten zu geben, sich gemäß den eigenen Interessen und Fähigkeiten individuelle Schwerpunkte zu setzen. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Piraten für einen weiteren Ausbau von Ganztagsangeboten aus. Neben einer besseren Vereinbarung von Familie und Beruf sehen die Piraten in Ganztagsschulen den geeigneten Rahmen für einen entzerrten und rhythmisierten Tagesablauf, welcher den notwendigen Raum für ein an individuellen Bedürfnissen orientiertes Lernen erst ermöglicht.

Dazu Raimond Heydt, Koordinator der AG Bildung der Brandenburger PIRATEN:
„Die Praxis zeigt, dass Gesetze und Verordnungen kein effektiver Weg sind, die im Schulgesetz geforderte individuelle Förderung ‚jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers‘ auch praktisch im Schulalltag zu verankern. Um die Bedeutung jedes einzelnen Kindes zu stärken und Diskussionen um Bildungsqualität vor Ort zu fördern, streben wir im Grundsatz eine Finanzierung des Bildungssektors an, bei welcher das Geld dem Kind folgt.“ Die Piraten fordern daher ein durch das Land zu finanzierendes „virtuelles Bildungsguthaben“, welches alle Bedarfe einer Einrichtung abdeckt. „Kitas und Schulen erhalten abhängig vom Alter und ggf. von besonderen Bedarfen des Kindes einen fixen Betrag, welcher neben den anteiligen Kosten für Erzieher, Lehrer und technisches Personal, auch die Miete bzw. Abschreibungen für die Gebäude, die Betriebskosten und Ausstattung, sowie Schulsozialarbeiter, Psychologen, Fortbildungen und eine unentgeldliche warme Mahlzeit für jedes Kind beinhaltet“ führt Raimond Heydt das innovative Konzept der Piraten aus.

Die Versammlung sprach sich dafür aus, das Thema Kommunikation und Medienerziehung im Unterricht zu stärken. Das Wissen um technische Grundlagen und Standardanwendungen sollte ebenso selbstverständlich sein, wie ein sicherer und aufgeklärter Umgang mit dem Netz und seinen Chancen und Risiken. Hierzu zählen insbesondere auch Datensicherheit und Datenschutz, sowie die Reflexion des eigenen Kommunikationsverhaltens.

Darüber hinaus beschloss der Parteitag eine Förderung der deutschen Gebärdensprache (DGS) und einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung auch für begabte Kinder.

Kontakt:
Raimond Heydt
Koordinator der AG Bildung PIRATEN Brandenburg
mailto: r.heydt@piratenbrandenburg.de
Twitter: @morgenlandhvl
Tel.: mobil 01735-7121521

  1. @morgenlandhvl

    Der Clou an der Geschichte wurde bereits auf dem letzten Parteitag in Bad Liebenwerda beschlossen. Wir helfen den Einrichtungen sich in eigenständige Körperschaften umzuwandeln, um so Budget- und Personalhoheit zu erlangen. Jede öffentliche Kita oder Schule soll genau wie jede freie Schule über ihr Geld verfügen, und nach ihren konkreten Bedürfnissen vor Ort entscheiden können. Demokratisch kontrolliert durch die gesetzlichen Mitwirkungsgremien und finanziert eben durch virtuelle Bildungsguthaben. Millionen für die Bildung unser Kinder in den Kommunen vor Ort. Hört sich für mich nach einem guten Plan an.

    lg Raimond

  2. DoloresDeSade

    Ganz großes Kino! Endlich im Fokus der Öffentlichkeit. Ich würde gerne wissen, wie viele Piraten noch in der AG wirklich mitmachen und wie viele du (morgenlandirgendwas) bereits vergrault hast.
    Ohne Gruß von Dolores

  3. AgnitioDeMaso

    Hi Dolores,

    unabhängig von Deinen so sachlich vorgetragenen Argumenten würde ich doch spontan meinen, dass sich das Vorgetragene doch recht spannend anhört. Was mich angeht, so werde ich mich über das Piraten“produkt“ näher informieren.
    Mir fehlt (ist ja hier auch nur ein Ausschnitt) ein Text über eine bessere finanzielle Ausstattung von Privatschulen und ob dieses Konzept „verordnet“ werden soll und ob wirklich die Lehrkräfte vor Ort soviel Macht (Freiräume) erhalten sollten, wie steht es mit der Bürger(Eltern-)beteiligung?
    Sind dann nicht die Eltern den Beamten ausgeliefert?
    Hier scheint mir noch ein wenig Diskussionsbedarf, das ändert aber nichts an den positiven Grundgedanken.

    AA

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