BER - OTFW (CC BY-SA 3.0)
BER - OTFW (CC BY-SA 3.0)

Die 60 anwesenden Gäste auf der Rangsdorfer Podiumsdiskussion vom 29.08.2014 zeigten eine klare Meinung. Der Flughafen Willy Brandt BER steht nicht nur am falschen Ort, nein, er ist auch aus finanzieller sowie gesundheitlicher Sicht ein großes Risiko für die betroffenen Brandenburger und Berliner und nicht zuletzt für alle Bürger als Steuerzahler.

Die eingeladenen Direktkandidaten des Wahlkreises 25 stellten sich den Fragen des Moderators und diskutierten das Thema „BER-Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft“. Die Aussprache gestaltete sich sowohl sachlich als auch emotional. Die Direktkandidaten im Wahlkreis 25 stehen der BER-Thematik sehr kritisch gegenüber. Sie zeigten sich über die permanente Intransparenz der BER-Verantwortlichen den betroffenen Bürgern gegenüber – zu denen auch sie selbst gehören – enttäuscht.

Kandidaten BER-Podiumsdiskussion in Rangsdorf (CC-BY-SA Ideenwanderer)
Kandidaten BER-Podiumsdiskussion in Rangsdorf v.l.n.r. Christoph Schulz (BVB / FREIE WÄHLER), Dr. Karin Petersohn (CDU), Carsten Preuß (DIE LINKE), Dr. Gerhard Kalinka (GRÜNE/B 90), Oliver Mücke (PIRATEN), Dietlind Juliane Biesterfeld (SPD), Klaus Rocher (FDP) (CC-BY-SA Ideenwanderer)

Die Forderung der Piratenpartei Brandenburg für den sofortigen Baustopp wurde von den Kandidaten Christoph Schulz und Oliver Mücke unterstützt, weiterhin sprachen sie sich wie Klaus Rocher für eine neue Standortsuche aus. Einigkeit herrschte sowohl bei der Forderung nach einem Untersuchungsausschuss im Brandenburger Landtag, als auch über die notwendige Bürgerbeteiligung durch einen niedrigschwelligen Volksentscheid. Die Meinung der Bürger muss endlich in den BER-Prozess einbezogen werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung kamen dann die Anwohner, Gäste und Bürgerinitiativen zu Wort, die ihren Unmut deutlich darüber äußerten, als betroffene Bürger nicht frühzeitig und transparent in den Prozess eingebunden worden zu sein. Auch sie sprachen sich für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses und Auflösung des ineffektiven Sonderausschusses aus.

Wir PIRATEN fordern die neue Brandenburger Landesregierung auf, anlässlich des angekündigten Rücktritts des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wowereit dem klaren Willen der Brandenburger Bürgerinitiativen, Bürger und betroffenen Anwohner nachzukommen. ‚Flughafenchef Hartmut Mehdorn‚ muss durch eine fachkompetente, öffentlichkeitserfahrene Person ersetzt werden. Wir Politiker in Brandenburg müssen auf die veränderte Sachlage schauen und entsprechend handeln,“ so Andreas Schramm, Listenkandidat der Piratenpartei Brandenburg

Der Bürger hat ein klares Votum – und das heißt NEIN zum BER,“ sagt Nadine Heckendorn, Spitzenkandidatin der Piratenpartei herausfordernd. „Brandenburg braucht eine Volksbefragung und einen klaren Bürgerentscheid zum BER. Die Brandenburger Bürger müssen an den Entscheidungen zur Zukunft des Flughafens beteiligt werden. Eine Volksbefragung – das wäre ein großer Schritt hin zu unserer Forderung nach umfassender Bürgerbeteiligung.

  1. Strippen-Karl

    zu Baustop BER ?
    Ich dachte es sind nur Mängel und Ausführungsfehler zu beseitigen.
    Frage:Aus welchem Grunde wurden Die PLANER und AUSFÜHRUNGS-Überwacher weggejagt und nicht zur Haftung und Übernahme der KOSTEN herrangezogen?
    Es gibt NORMEN und Vorschriften (zB. nach anerkannten Regeln der Technik )
    Planungsfehler bzw.Ausführungsfehler sind demjenigen anzulasten der sie verschuldet hat!.Er sollte auch die Kosten tragen.
    Komentar: Vielleicht waren wegen der Kosten aber nur SUBUNTERNEHMER und SCHUHMACHER am Werk.
    zum ABRISS
    Herr Schulze, Mücke, Rocher haben ja vorher ja auch nicht zum Standort widersprochen.
    1.Möglichkeit
    BER von den vorgenannten HERREN mit PIK + SCHIPPEL abreißen lassen. Aufsicht Frau Nadine Heckendorn.
    2.Möglichkeit
    Entschädigung auf Lebenszeit der Hauseigentümer die im Umkreis und Einflugschneise wohnen.
    3.Möglichkeit
    BER neu Bauen und zwar Einflugschneise raus auf die Ostsee.Vorher jeden FRAGEN: Fischer,Bootfahrer auf der Ostsee der sich vielleicht jetzt oder in ZUKUNFT gestört fühlen könnte.Halt noch EINS überprüfen ob nicht im näheren Umkreis ein QUAKER einheimisch ist und das Projekt kurz vor der VOLLENDUNG stören bzw.zunichtemachen könnte.

    mfG Strippen-Karl

  2. Strippen-Karl

    Wo waren die 60 Gäste und GEGNER des BER vor JAHREN als der BESCHLUß gefaßt würde das der BER am falschen ORT gebaut wird.

  3. Achim Agnitio

    Eine rhetorische Bemerkung oder eine echte Frage? Ein Fragezeichen könnte hier aufklären.

    Die Standortfrage wurde damals öffentlich diskutiert. Einiges sprach dagegen, anderes dafür, das galt für beide Standorte.
    Nur vor Jahren war „Transparenz“ in diesem Zusammenhang ein unbekanntes Wort. Ich möchte daran erinnern, dass erst die Piratenpartei die Forderung nach „Transparenz“ in den politischen Alltag eingeführt hat. Alle Parteien waren und sind an diesen Bau- und Umweltskandal beteiligt, sie waren alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der politischen Verantwortung. Die Piratenpartei mitverantwortlich zu machen halte ich für Wahlkampfgetöse, unfair dazu. Ausserdem, die Partei war damals noch gar nicht auf der politischen Bühne. Insofern darf hier auch unbelastet mit den Bürger diskutiert werden. Also konkret auf den Vorwurf geantwortet: Die Piratenpartei war „vor Jahren“ nicht anwesend.
    Ansonsten gilt: Der Bürger ist auf die Aussagen der Politiker und der „Sachverständigen“ angewiesen, schon allein deshalb weil nie alle Informationen zugänglich sind. Das gilt es zu ändern.

    • Strippen-Karl

      Entschuldigung wollte natürlich keinen Angreifern, nur die 60 Besucher und natürlich auch die andere Bevölkung die durch Fluglärm betroffen ist ist zu bemitleiden ( was ist eigentlich mit den Anwohnern von TEGEL ). Vielleicht sollte man doch Mähdorns Vorschlag (Abriss und Neubau des Flughafens) aber auf einem großen Braunkohleareal befolgen. Weit und breit keine Siedlungen ( wurden ja vorher schon abgerissen. Bestehenden BER könnte das Land an eine AUSBILDUNGS. – und QUALIFIZIERUNGSGESELLSCHAFT verpachten und dort 55 jährige Langzeitarbeitslose beschäftigen. Oder an Veranstalter wie ROCK am RING ( Nürburgring ).Straßen zum BER sind ja schon fertig?. Zum letzten Satz kann ich nur zustimmen. Tut in diese Richtung mehr werde es unterstützen.

Kommentare sind geschlossen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen